Über uns
KunstKiosK
Kunst geht auf die Plätze
Entstehung
Der KunstKiosK soll Möglichkeiten der Kunstpräsentation erweitern. Die Kunst geht zu Menschen auf den Platz. Wir wollen Menschen erreichen, von denen wir annehmen, dass sie wenig Kontakt zur Kunst haben. Mit ihnen ins Gespräch kommen. Die Idee des KunstKiosK war geboren. Unsere kritische Haltung gegenüber dem Kunstmarkt und unsere Vorliebe für Off-Kunst-Places hat die Idee zum KunstKiosK begünstigt. Eine interessante Variante, der Kunst-Imbiss aus Hamburg, fiel uns auf, zu dem wir Kontakt aufgenommen haben. Bereits zu diesem Zeitpunkt sicherte uns Frank Enzmann mit seiner Initiative Münchner Stiftung für Kunst, Kultur und Bildung seine Unterstützung zu.
Konzeption
Schwerpunkt 1: Der Kiosk als performatives, künstlerisches Ereignis
Der KunstKiosK präsentiert nicht nur, er selbst ist ein Ereignis, ein Kunstwerk im Prozess. Der KunstKiosK ist nicht nur raumgreifend, sondern auch zeitgreifend, demnach performativ. Ein Kunst-Stück in Raum und Zeit. Wir Künstler agieren in seinem Umfeld, vor seiner, in seiner Kulisse, auf seiner Bühne. Die Kunst wird lebendig, Grenzen zwischen Leben und Kunst werden flüssig. In dieses Ereignis werden die interessierten Betrachter einbezogen ebenso wie das Umfeld des Kiosks.
Schwerpunkt 2: Kommunikation
Die Schwellen des etablierten Kunstbetriebes sind hoch und für kunstferne Menschen nicht leicht zu überwinden. Mit dem KunstKiosK kommen Kunstwerke zu den Menschen in die Stadtteile. Wir legen großen Wert auf den kommunikativen Aspekt: Wir wollen ins Gespräch kommen mit den Menschen, ein direktes, unmittelbares Erlebnis bieten. Stehtische neben dem KunstKiosK sollen zum Verweilen und Reden einladen. In diesem Sinne sehen wir uns als Kunstvermittler, die auf die Menschen zugehen und Gespräche initiieren. Unser Anliegen ist es, Berührungsängste mit der modernen Kunst abzubauen.
Schwerpunkt 3: Vernetzung
Wir laden weitere Künstler*innen ein, kleinformatige Arbeiten auszustellen und/oder Performances aufzuführen. Dabei streben wir eine Vernetzung von Künstler*innen an, die außerhalb der arrivierten Kunstszene arbeiten. Damit schaffen wir eine Möglichkeit, eine Basis, auf der weitere Off-Places-Projekte entstehen können. Im naheliegenden Fall wäre das eine Fortsetzung des KunstKiosK.
Schwerpunkt 4: Kunst verkaufen
Die Coronazeiten haben die bildenden Künstler hart getroffen. Die prekäre Situation vieler Künstler*innen hat sich verschärft. Mit dem KunstKiosK wollen wir vielen Künstlern die Gelegenheit geben, ihre Kunst selbstbestimmt zu verkaufen.
Zum Pilotprojekt in Milbertshofen
Nachdem sich krankheits- und familär bedingt Verzögerungen bei der Beschaffung der Stiftungsgelder ergeben haben und Rischart sich nicht mehr in der Lage sah, uns seinen Verkaufswagen zur Verfügung zu stellen, haben wir beschlossen, das Projekt in 2024 an einem Standort, und zwar in Milbertshofen, umzusetzen. Dort bestehen bereits gute Kontakte zum Kulturhaus, das uns den Platz vor dem Kulturhaus für den KunstKiosK zur Verfügung stellt. Wenn wir kunstferne Plätze bespielen wollen, seien wir hier genau richtig, so Angelika Mocciaro vom Verein.
Statt dem Verkaufswagen von Rischart werden wir einen Bauwagen mieten und entsprechend herrichten.
Gezeigt werden im KunstKiosKkleinformatige Bilder, Zeichnungen, Grafiken, Fotos, Objekte, Performances, Kunstbücher, Postkarten und Plakate von professionellen Künstler*innen aus München. Neben dem KunstKiosK werden Aktionen gezeigt, z.B. Martin Stiefels Verkaufsstand „Geröstete Bilder“. Dort wird in einem Toaster Marmelade auf kleinformatige Leinwände geröstet.
Wir planen, den KunstKiosK in der Zeit vom 17.-22.06.2024 am Curt-Mezger-Platz, Platz vor dem Kulturhaus in Milbertshofen. Der Kiosk wird sechs Tage jeweils 6 Stunden geöffnet sein. Die Öffnungszeiten wollen wir ortsspezifisch gestalten, angedacht ist von 14-20 Uhr - am Markttag entsprechend an die Marktzeiten angepasst.
Für die Öffentlichkeitsarbeit können wir die Kanäle des Kulturhauses nutzen sowie die die Presse und die Stadtteilzeitungen.
Abschließend
Der KunstKiosK weckt Erwartungen, dass man sich dort etwas kaufen, konsumieren kann wie z. B. Tabak, etc. Er erweckt Neugier. Diese Neugier wollen wir nutzen, um ins Gespräch zu kommen, im besten Fall zur Kunst zu verführen und zum Austausch. Die Form KunstKiosK macht jedem Vorübergehenden klar, dass hier Kunst nicht elitär verhandelt wird und lässt Schwellenängste erst gar nicht aufkommen.
Wir nehmen die Fragen der Besucher ernst und versuchen die Inhalte unserer Arbeit zu erläutern. Moderne Kunst irritiert oftmals, verwirrt, kann provozieren, kann schwer verdaubar sein. Uns geht es um die Geschichten hinter den gezeigten Arbeiten, um die Gedanken zur Kunst, die sich jede*r Künstler*in macht. Es geht also ganz konkret um die Entstehung der Exponate und welche Gedanken dahinterstecken. Wir wollen vom schöpferischen Prozess und vom ideellen Reichtum erzählen, der dadurch erlebbar wird.
Umgekehrt brauchen wir als Künstler*innen das Publikum, den Betrachter. Viele von uns arbeiten abseits der öffentlichen Aufmerksamkeit. Wir möchten unsere Sichtbarkeit verbessern und wollen mit KunstKiosK das in den Ateliers Geschaffene zeigen.